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Chur 2 – Glarus 2

Die Ausgangslage war besonders: Chur 3 hatte den Aufstieg bereits gesichert, sodass unser Team Chur 2 ohne Druck antreten konnte. Am Tabellenbild änderte sich nichts mehr – eine Mannschaft spielt nächste Saison in der dritten, die andere in der vierten Liga. Doch wie es sich gehört, wollten wir auch im letzten Wettkampf noch einmal alles geben und um den Sieg kämpfen.

Die erste Überraschung gab es gleich vor Spielbeginn: Trudi, sonst als treue Begleiterin und Kiebitzerin dabei, rückte spontan ins Team und nahm am sechsten Brett Platz. Mutig stellte sie ihre Figuren aktiv auf, geriet jedoch bald in eine Mattfalle. Für diesen spontanen und tapferen Einsatz gilt ihr ein grosses Dankeschön!

Am Spitzenbrett traf Martin Butzerin auf einen ebenbürtigen Gegner. Mit sieben Bauern, alle auf schwarzen Feldern, schien seine Stellung wie eine Mauer zu wirken. Doch als der Gegner mit dem Läufer einen Bauern schlug, stellte sich die vermeintliche Chance zur Rückeroberung als Falle heraus: die Dame brach ein, und Martins Stellung war plötzlich nicht mehr zu halten.

Thomas Szepessy bekam an Brett zwei ausgerechnet Köbi Schmid zugelost – einen alten Bekannten und langjährigen Rivalen. Im Mittelspiel verlor Thomas eine Figur, kämpfte aber weiter und hoffte auf eine Unachtsamkeit. Doch Köbi spielte konzentriert bis zum Ende und fuhr den vollen Punkt für Glarus ein.

unser Klubmitglied “auf der falschen Seite” – Köbi Schmid

Am dritten Brett spielte Adrian Ungricht wie gewohnt blitzschnell. Nach 40 Zügen hatte sein Gegner durch die Zeitkontrolle gerade einmal 30 Minuten, während Adrian noch satte 90 Minuten auf der Uhr hatte. Der gegnerische Turm fand zwar Einbruchspunkte, doch insgesamt entstand eine ausgeglichene Stellung, und so einigte man sich auf ein Remis.

Ruhig und abgeklärt zeigte sich Pierluigi Schaad an Brett vier. Trotz einer Dame weniger lehnte er ein Remisangebot ab – er hatte zwei Leichtfiguren und einen Turm als Ausgleich. Mit Geduld und klarem Blick führte er die Partie weiter und gewann schliesslich, womit Chur den ersten vollen Punkt auf dem Konto hatte.

Ich selbst spielte an Brett fünf. Nach verzögerter Rochade nahm ich in Kauf, dabei einen Bauern zu verlieren, um meinen König sicher unterzubringen. Kurz darauf bot ich bewusst einen weiteren Zentralbauern zum Opfer an. Mein Gegner überlegte lange, bevor er zugriff. Danach ging alles schnell: ich brachte meine Figuren in den Angriff und konnte mit Dame, Läufer und Turm ein Mattnetz um den noch nicht rochierten König knüpfen, das die Partie entschied.