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Chur 2 im Abstiegskampf

Rheintal 1Chur 22.5 : 2.5
Robert Sandholzer (2106)Daniel Roth (1933)1 : 0
Andreas Kezic (1951)Marc Sans1 : 0
Urs Benninger (1868)Elias Frey (1855)0.5 : 0.5
Enrique Lorita (1756)Reto Seglias (1809)0 : 1
Mario Semadeni (1538)Beda Strebel (1652)0 : 1

Hochmotiviert reisten wir geschlossen ins Rheintal, um die Chancen, den Ligaerhalt zu schaffen, am Leben zu halten.

Beda baute eine solide Verteidigung auf und bereitete einen Gegenangriff vor, als sein Gegner einem eigenen Läufer sämtliche Fluchtfelder blockierte. Diese Chance liess sich Beda nicht entgehen und schnappte sich die Leichtfigur.

Der Rheintaler wollte nicht aufgeben, aber durch geschicktes Abtauschen und einer Bauernumwandlung schaffte Beda nach 50 Zügen den Gegner ins forcierte zu bringen. 

Chur führt 0:1

Marc sah sich einem starken Gegner gegenüber. Lange Zeit war es eine sehr ausgeglichene Partie, bis Marc eine Springergabel übersah. Durch den Qualitätsverlust geriet er dann immer mehr unter Druck, verlor seine Bauern am Damenflügel und musste sich letztendlich geschlagen geben.

Ausgleich 1:1

Reto konnte bereits früh ausnutzen, dass sich sein Gegner bei seiner Entwicklung viel Zeit gelassen hat. Nach dem Öffnen der Mitte musste sich der Rheintaler entscheiden, ob er den König in der offenen Mitte lässt, oder einen Bauern opfert. Er entschied sich für die Königssicherheit, was Reto jedoch einen gedeckten Bauern auf der 7. Reihe überlies. 

Das versuchte Gegenspiel konnte abgewehrt werden und mit einem zweiten Freibauern wurde erst das Figurenopfer und etwas später die Aufgabe erzwungen.

Erneut geht Chur in Führung. 1:2

Elias konnte mit der CaroKann-Verteidigung das erste Etappenziel für sich verbuchen – den Gewinn des wichtigen Bauern auf d4.

Nach etwas zu aggressiven Zügen musste er den d-Bauern jedoch zurückgeben.

In einer ausgeglichen aussehenden Stellung wurden die Züge zum Remis wiederholt. 

Mit dem 1½:2½ ist ein Matchpunkt für Chur gesichert. 

Dani Roth hatte am ersten Brett nicht nur das längste Spiel, sondern auch den härtesten Gegner. Mit über 2100 Elo und den weissen Figuren war der Rheintaler definitiv Favorit.

Doch Dani lässt sich nicht so einfach vom Brett fegen. 20 Züge lang war die Stellung ausgeglichen, dann kam der einheimische Spitzenspieler in folgender Stellung mit dem brillanten 21.S×g7. 

Ein Schlagen des Springers würde den König auf den Präsentierteller stellen. Nach 21.K×g7 22. Sf5+, Kg8 23. D×h6 kann das Matt nur verhindert werden, indem man den Springer auf h6 zurückgibt.

Dani hat das korrekt erkannt und spielt 21. S×e4 mit Angriff auf die Dame. Nach 22. Txe4, d×e4 23. Sxe8 wäre die letzte Möglichkeit für Dani gewesen das Spiel wieder auszugleichen. Auf den Zwischenzug 23. Dg6 muss weiss reagieren, da Lxe4 gefolgt von Sf3 mit Damengewinn oder e3 mit Damenangriff und Matt droht.

Stattdessen entscheidet sich Dani für das intuitive zurückschlagen 23. T×e8. Worauf 24. Sf5, Dg6 mit selbiger Idee folgte. 

In dieser Stellung fand der Rheintaler nun jedoch den richtigen Konter. – Das nächste Springeropfer 25.Se7+ mit der royalen Gabel. Dieser muss natürlich geschlagen werden. T×e7. 

Nach 26.Dd8+, Kh7 27. Dxe7 wurde jedoch nicht nur die Qualität verloren, es hängen ebenfalls der Springer auf e5 und der Läufer auf b7.

Die Stellung ist nicht mehr zu verteidigen und Rheintal gelang somit doch noch die Punkteteilung 2½:2½.

Für den Ligaerhalt muss gegen Bodan in der letzten Runde ein Sieg her.

Reto Seglias