| Heim (Elo) | Gast (Elo) | Res. |
| Chur 2 (1830) | Thal 1 (1890) | 1 : 4 |
| Dani Roth (1933) | Jan Skobe (2011) | 0 : 1 |
| Elias Frey (1855) | Ruedi Affeltranger (1921) | 0 : 1 |
| Martin Butzerin (1877) | Ivo Walt (1904) | 0 : 1 |
| Thomas Szepezzy (1750) | Elias Egger (1722) | 1 : 0 |
| Remo Bannwart (1750) | Marcel Schneider (1886) | 0 : 1 |
Mit einem um 60 Punkte schlechteren Mannschafts-Eloschnitt war von Anfang klar, ein Selbstläufer wird diese Begegnung gegen Thal 1 mit Sicherheit nicht.
Die Welt schien noch in Ordnung, als Thomas sehr früh am 4. Brett durch einen mehr als ungefährdeten Sieg bereits nach 22 Zügen Chur in Führung brachte. Weiss, ausgestattet mit 1722 Elopunkten, spielte in der untenstehenden Stellung den unfassbaren Zug Ld3 ?? In diesem Stil ging es weiter und Thomas konnte den Nachmittag so richtig stressfrei im Liegestuhl geniessen.

Nach diesem gelungen Start ging nach etwa 2 h und 15 Minuten auch die Partie von Martin in die Endphase. Martin kam leider mit Weiss nicht wunschgemäss aus der Eröffnung. Nach Dd5 spielte er Sxc6 und hatte Glück, dass der Gegner nicht auf b5 nahm und stattdessen mit dem Bauern auf c6 schlug.

Der kritische Moment in der Partie war nach dem 23. Zug La4 von Schwarz erreicht. Martin schlug in dieser komplexen und ungemütlichen Lage zu materialfixiert mit dem Läufer den c-Bauern. Sd2 hätte die Fesselung aufgelöst und nach Dd3 mit Tde1 die Lage für Weiss entspannt. Obwohl sein Gegner auch hier nicht den besten Zug fand, konnte er nachfolgend trotzdem matchentscheidend Material gewinnen und erzwang nach 37 Zügen Martins Aufgabe.

Am letzten Brett wurde Remo mit Marcel Schneider ein sehr starker Gegner zugeteilt. Nicht ganz überraschend musste Remo nach gutem und intensivem Kampf im 50. Zug die Segel streichen.
Meine Partie am ersten Brett verlief sehr lange ausgesprochen ausgeglichen. Gleich wie bei Martins Partie war auch bei mir der 23. Zug der erste Partiemoment mit Taktikpotenzial. Leider konnte auch ich diese Chance nicht nutzen und zog den etwas zahmen Zug Dg4?! Lxg7 wäre interessant gewesen und hätte Vorteil versprochen!

Nach g6 Ld7 Lc6 Lxc6 Dxc6 kontrollierte Schwarz in der Folge die offene c-Linie und setzte im 42. Zug mit einem kreativen Zug einen wunderschönen Schlusspunkt hinter eine lange Zeit offene und von Schwarz am Schluss strategisch brillant und lehrbuchmäßig geführten Partie. Weiss gab vorher die Grundlinie mit T1b2 her, was Schwarz mit Schach und einer sehenswerten Kombination widerlegte. Welcher schwarze Zug führte nach De2 zum sofortigen Ende der weißen Träume?

So stand es nach bald 4 Stunden bereits 1 zu 3 zu Ungunsten von Chur 2. Auch ein Sieg von Elias in der noch laufenden Partie am 2. Brett gegen den Routinier Ruedi Affeltranger konnte somit an der Mannschafts-Niederlage nichts mehr ändern. Ein unnötiger Bauernverlust – und wen erstaunt dies noch – ja genau, im 23. Zug, in ausgeglichener Stellung, kostete ihn im Mittelspiel Material und Initiative und nach zähem Kampf musste er im 45. Zug nach langen 4 Stunden seine Niederlage doch noch eingestehen.
Mit dieser weiteren Niederlage liegt Chur 2 in der 2. Regionalliga, Zone H, nach 5 Runden mit bisher 2 Mannschaftspunkten auf dem letzten Platz. Da die Gruppe sehr ausgeglichen ist, besteht dennoch Hoffnung, in den verbleibenden Runden mit einem starken Schlussspurt dem Abstieg doch noch zu entgehen.














