
Frohen Mutes reisten wir zu viert im Speisewagen der SBB von Chur nach Zürich.
Slobodan und Julius fuhren direkt zum Spielort. Leider gab es im Speisewagen weder Speis noch Trank. Es durfte aber immerhin dort Platz genommen werden. Gemäss der Kondukteurin sei die Küche defekt.
Meines Erachtens eine diplomatische Umschreibung des tatsächlichen Grundes:
„Kein Personal vorhanden – darum kein Service.“
Am Hauptbahnhof Zürich angekommen war es dann nicht mehr weit bis zum Spiellokal. Dort fanden wir ideale Spielbedingungen vor. Gleich drei Teams des Zürcher Traditionsklubs Nimzowitsch trugen ein Heimspiel aus.
Unsere Equipe war Elo-mässig praktisch ebenbürtig mit der gastgebenden Crew von Nimzowitsch 2.
Das Match war wichtig und vorentscheidend für den weiteren Turnierverlauf der SGM-Saison 2025/26. Denn mit einem Sieg könnten wir Nimzo ganze drei Mannschaftspunkte hinter uns schieben. Bei einem Verlust hätten uns die Nimzos aber um einen Mannschaftspunkt überrundet.
Unser Team bot eine erstklassige und kompakte Leistung:
Andreas hatte gegen einen promovierten Historiker das Nachsehen. Nimzowitsch hatte nämlich taktisch aufgestellt und einen harten Brocken am hinteren Brettfeld platziert.
Die Partie von Andri schien ausgeglichen. Doch unser Mann aus dem Engadin drehte das Spiel mirakulös zu seinen Gunsten. Ausgleich.
Oswald brachte uns dann mit 1–2 in Führung. Seine saubere und professionelle Spielführung war von Erfolg gekrönt.
Unser Jungtalent Julius stand zwar am ersten Brett unter Druck. Mit umsichtigen Manövern konnte er jedoch ein Dauerschach erzwingen – die Mannschaft lag weiterhin in Führung.
Slobodan hatte einen Mehrbauern und diesen Vorteil liess er sich nicht entgehen. In gekonnter Manier gewann Slobodan die Partie und stellte somit den Mannschaftssieg sicher.
Captain Remo sass ganze fünf Stunden am Brett und holte gegen einen stärkeren Gegner ein Remis raus.
Somit resultierte ein klarer Sieg für unsere erste Mannschaft, die nach drei Runden ausgezeichnet im Rennen liegt – sportlich wie auch mental.
Slobodan und Julius traten dann ihre Heimreise an.
In einem exquisiten und feinen Speiselokal wurde der Mannschaftserfolg anschliessend zusammen mit Oswald, Andri und Andreas gebührend gefeiert.
Danach fuhren wir überglücklich mit dem Zug wieder nach Hause.

























